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Maria

Über Maria Mena

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Maria Viktoria Mena (* 19. Februar 1986) ist eine norwegische Popmusikerin.

Maria Mena wuchs in einer künstlerisch tätigen Familie auf: Die Mutter schrieb Songtexte, der Vater war Schlagzeuger. Maria und ihr jüngerer Bruder Tony wurden nach Figuren aus Leonard Bernsteins West Side Story benannt. Der Vater spielte in Oslo in vielen Bands, was auch seine Tochter bereits früh an die professionelle Musikszene heranführte. Als sie neun Jahre alt war, trennten sich ihre Eltern, und vier Jahre später begann Maria zu singen und Texte zu schreiben als sie zu ihrem Vater zog. Ihr erster Song “Lullaby” erreichte den fünften Platz in der norwegischen Hitparade. Mit “My Lullaby” brachte Maria damals ihre Gefühle und Schmerzen über die Trennung ihrer Eltern zum Ausdruck.

“Ich hatte eine verrückte Kindheit… wir sind viel herumgezogen. Meine Eltern waren Hippies und ich weiß nicht warum, aber ich hatte den Part des ‘Betreuers’ in unserer Familie und dies ließ mich ziemlich schnell groß werden… “My Lullaby” wurde ein großes Ding. Die Leute hatten vorher nie einen Teenager so offen über Scheidung singen gehört.” Die tiefe ihrer Songs war damals sehr erwachsen für ihr Alter.

“Mein ganzes Leben war alles was ich machen wollte, so normal und durchschnittlich zu sein wie man kann. Ich wollte nicht herausragen. Elf Jahre alt zu sein und 1,82m groß, hilft da nicht besonders! Glaubt mir. Nach einer tiefen Depression und einigen Identitätskrisen, stellte ich fest, dass wenn ich Songs schreibe und Musik mache ich mich selbst mag. Das ist meine Therapie.”

Mit elf Jahren schrieb Maria einen Song für einen Wettbewerb, bei dem man die Chance hatte ein Treffen mit der jungen Boyband ‘Hanson’ zu gewinnen. “Zu der Zeit war ich total verknallt in Taylor und ich hätte alles getan um ihn zu treffen. Leider habe ich nicht gewonnen, aber es hat mich zum Songwriting gebracht.”

Maria´s Vater half ihr ihre Karriere zu starten. Eines Tages, als sie in einem Stadtbus saßen fing sie an eine Melodie zu summen. Er fragte, ob das etwas sei was sie auf MTV gehört hat und war überrascht, als sie ihm sagte, dass es ihr eigener Song sei.

“Ich habe noch nie jemandem erzählt was wirklich in diesem Bus passiert ist. Ich und eine Freundin sangen einen meiner Songs… ‘take it easy’… und mein Vater dachte es wäre cool, wenn wir ihn in einem Studio aufnehmen könnten. Also rief er einige Jungs an, die er kannte und die ein Studio hatten und machte einen Termin für uns um acapella vorzusingen. Doch wir haben es vermasselt. Ich schätze mein Vater hat sich damals selbst versprochen soetwas nie wieder zu tun, denn es dauerte Jahre und viele Tränen um ihn zu überzeugen. Doch eines Tages nahm er den Telefonhörer in die Hand und rief Arvid (meinen guten Freund und Produzenten) an, mit dem ich dann ’My Lullaby’ aufnahm. Der Rest ist Geschichte… Wie du siehst, - und ich hasse das zu sagen – war es recht einfach meinen Plattenvertrag zu bekommen. Ich kam in Kontakt mit den richtigen Leuten und schon war es geschehen.”

Einen Tag nach dem “Spellemannpriser” (soetwas wie die norwegischen Grammys) bei dem sie für drei Awards nominiert war für ihren Song “My Lullaby” bekam Maria´s Leben eine Wende.

“Der Fakt, dass ich nun jeden einzelnen Tag mit der einen Person in der Welt die ich am meisten hasste verbringen musste – ich selbst. Es half nicht wirklich, dass jemand auf dem Weg die Frage in meinem Kopf anpflanzte ‘War ich nur zu dieser Zeit glücklich? Was wenn ich keinen anderen Song schreiben kann? Was wenn ich eigentlich nicht gut bin…?’ Diese Fragen wurden schnell zu meinen eigenen persönlichen Fakten – ICH BIN NICHT GUT, ICH KANN KEINEN ANDEREN SONG SCHREIBEN; ICH BIN HÄSSLICH; KEINER MAG MICH, ICH BIN NICHT GUT GENUG, ICH BIN FETT usw. Das war wirklich hart für mich. Ich wurde krank, ich war depressiv und ich ging nicht viel raus. Darüber hinaus musste ich mein zweites Album aufnehmen und ich hatte kein Vertrauen in mein eigenes Talent. Es musste etwas getan werden. Ich hatte es sehr angenehm in meiner eigenen kleinen dunklen Welt und kam zu einem Punkt an dem ich eine Entscheidung treffen musste – Angst vor dem Leben haben oder es leben. Ich habe mich dafür entschieden es zu leben! Ich hab mich einiger Gehirnwäschen unterzogen, aber ich habe es geschafft und ich habe seit dem nicht zurück geschaut… Ich bin dankbar für alles was ich durchmachen musste.”

Ihr zweites Album “Mellow” war aus dem Jahr erschaffen, in dem sie soviel über sich selbst gelernt hatte. Mit 18 Jahren garnierte ihr zweites Album die Charts in Norwegen. Im späteren Verlauf des Jahres wurde es leicht verändert unter dem Albumtitel “White Turns Blue” in Nordamerika veröffentlicht. Die erste Single “You’re The Only One” sprengte die US Charts gespornt mit einer kleinen Tour durch Amerika sowie dem Auftritt bei David Letterman im Juli 2004. Leider beschloss Maria nach dem schnellen Erfolg des Albums, dass es Zeit war eine Pause zu machen. Sie kam zu dem Ergebnis, dass sie sich nicht selbst wieder erkennen kann und wurde extrem unglücklich. Während ihrer US-Tour wurde sie es leid immer die selben Fragen gestellt zu bekommen.

“Hi, ich bin Maria Mena, ich bin eine Sängerin/Songwriterin aus Oslo, Norwegen… ich bin so begeistert hier zu sein. Es ist wirklich fürchterlich. In Interviews wollten sie mich fragen, was mein Lieblingslippenstift ist, ob ich einen Freund habe, was ich in meiner Freizeit mache, was für Stiefel ich trage. Ich wollte sagen ‘Hey Du! Pass auf! Ich schreibe meine eigenen Songs! Du musst sie nicht mögen, aber mein Blut, Schweiß und Tränen sind in ihnen.’ Ich hatte gewusst, dass die USA ein kommerzieller Markt war und so weiter und ich hatte gewusst, dass es es gut war einen Ausgleich dabei zu haben. Also erkannte ich an mehr zu singen als ‘bullshit’ zu reden.” …sagte Maria im ELLE Magazin (Norwegen) im November 2005.

Nach einer guten Pause kam Maria Mena mit neuer Perspektive zurück. Im November 2005 brachte sie “Apparently Unaffected” in Norwegen raus. Die Rezesionen waren spektakulär. Die Songs sind mehr original, wahr und emotional, beinahe wie sie selbst. Wenn man über die “künstlerische Ausarbeitung” spricht “Ich sollte mir Zeit nehmen die Künstlerin zu sein, die ich sein möchte. Ich weiß nicht wie ich momentan dahin komme das zu schaffen und ich weiß nicht wie ich es das nächste Mal schaffe. Ich weiß nicht wie ich es irgendwann schaffe das zu managen. Darum behandle ich jedes Album als wäre es mein Letztes.” Heute hat Maria gute Menschen um sich und sagt, dass sie glücklicher mit sich selbst ist. “Ich habe keine Angst depressiv zu sein. Ich bin Maria Mena”.

Am 7. Juli 2007 trat Mena beim Live Earth-Konzert in Hamburg auf. Im Herbst 2007 war Maria Mena zum ersten Mal in Deutschland auf Tour. Es folgte eine weitere Tour durch Deutschland im Frühjahr 2008 mit anschließenden Konzerten in der Schweiz und Österreich. Am 24. April 2008 war Maria Mena als Musicact in der Sendung “Schmidt & Pocher” zu Gast. Ihr nächstes Album “Cause and Effect” wird im Herbst veröffentlicht und verspricht mindestens genauso persönlich zu werden wie ihre vorherigen.